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Textwerkstatt

Textwerkstatt vom 16. Februar 2019
Text: Stefan Marthaler, Marthalen

Die Kirchgemeinden «Weinland Mitte» hatten auf den 16.02.2019 zur Textwerkstatt für Mitarbeitende, freiwillige Helfer und Behördenmitglieder eingeladen. Dies mit den Worten: «Man möchte den Anlass möglichst ansprechend ausschreiben, aber weiss nicht wie… Der Ausflug mit den Senioren ist vorbei und nun sollte noch jemand einen Bericht schreiben…». Wie treffend. Auch in der Textwerkstatt ging diese Frage an die Teilnehmer: «Wer möchte einen Bericht schreiben?» Längeres Schweigen - zwei nennen meinen Namen - kurze Pause - ich sage «ja». Mit diesem Erlebnisbericht setze ich das in der Textwerkstatt Gelernte im «Selbstversuch» um.
Christian Schenk, Redaktor der Zeitschrift «notabene», startet mit einer journalistischen Aufwärmrunde. Zu zweit führen die Teilnehmer ein gegenseitiges Interview: Fragen stellen, gut zuhören und Stoff sammeln. Sammeln ist einfach - die Herausforderung ist das Verarbeiten innert kurzer Zeit. Schon geht’s zur nächsten Textform. «Was ist eine Nachricht?» Wir entwickeln ein gemeinsames Verständnis für «News»: Die Nachricht ist aktuell, interessant, sachlich, ehrlich und ohne Kommentar. Christian Schenk ergänzt: «Das Wichtigste kommt zuerst. So, dass Satz für Satz von hinten gekürzt werden könnte.» Alle texten spontan eine Nachricht aus der Region, vier Sätze genügen (Beispiel siehe Box).
Bei der Frage «Welche Texte fesseln uns?» wird deutlich, wie unterschiedlich wir Texte aufnehmen und werten. Jeder Workshop-Teilnehmer wählt aus verschiedenen Texten seinen bevorzugten. Jeder hat gute Argumente, wieso er «seinen» Text ansprechend und spannend findet. Der Kursleiter erläutert was fesselt: verständliche, informative, die eigene Person betreffende Texte sowie eine bildhafte Sprache, die Gefühle weckt oder überrascht.
Für einen gelungenen Text ist die passende journalistische Textform wichtig. Nebst den bereits erwähnten Formen Bericht, Interview und Nachricht gibt es Reportage, Kommentar, Editorial etc. Interessierte finden weitere Informationen im Internet mit dem Suchbegriff «Kleines ABC des journalistischen Schreibens - reformierte kirche».
Der Text steht. Nun geht es ans Redigieren und Korrigieren. Verstehe ich den Text, ist er informativ und reizvoll, stimmen Namen und Daten, sind die Zitate korrekt, stimmt der Umfang des Textes?
Der Titel entsteht am Schluss. Er ist Etikette und Reklame für den Text, ansprechend, witzig oder doppeldeutig. Der Schluss von Christian Schenk inspiriert für den Schluss des Berichtes und den provokativen Titel. Er schliesst mit einem Zitat von Mark Twain: «Schreiben ist leicht, man muss nur die falschen Wörter weglassen.»

 
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Nächste Anlässe:
AUFTANKEN: Ist Auftanken möglich in Zeiten von Ängsten und Tod?
Am 24.09.2021 um 19:00 Uhr
Kirche Truttikon, Doris Adelson und Ursula Trachsler
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Trüllikon: Kräuterspaziergang mit Yvette Schneider
Am 25.09.2021 um 09:00 Uhr
Treffpunkt Kirche Trüllikon, Susanna Binder, Tel. 052 301 44 23
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Trüllikon: Kurs "Letzte Hilfe"
Am 01.10.2021 um 17:30 Uhr
Kirche Trüllikon, Begegnungsraum, Pfrn. Anita Keller, Tel. 052 319 13 27
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